Manufactum, Witt-Gruppe, Bonprix
Neue Projekte: Otto Group setzt auf KI im E-Commerce

| Redaktion 
| 25.02.2025

Am Dienstag diente die Online-Pressekonferenz Innovation Insights der Otto Group als Bühne für drei Projekte, die mithilfe generativer Künstlicher Intelligenz das Einkaufserlebnis verbessern und Prozesse effizienter gestalten sollen. Die Anwendungsfälle von Manufactum, der Witt-Gruppe und Bonprix unterstreichen das Potenzial, das Otto im Einsatz von KI im E-Commerce sieht.

"Wir ergreifen überall in der internationalen Unternehmensgruppe bewusst Chancen, die sich aus der Nutzung von künstlicher Intelligenz ergeben. Uns leitet dabei stets die Überlegung, konkreten Mehrwert für die Kund*innen und auch Mitarbeiter*innen zu schaffen", erläutert Sebastian Walter, Group Vice President Digital & Consulting der Otto Group.

"Diese Kundenzentrierung mit Unterstützung von Innovationen hat Tradition in der Otto Group und hat uns auch zu einem Vorreiter bei der Nutzung von KI im Handel gemacht", fügt Walter an. In Zukunft sollen dazu drei am Dienstag im Rahmen der Innovation Insights vorgestellte Projekte beitragen.

Virtueller Einkaufsberater: Manufactum

Manufactum möchte seine aus Warenhäusern bewährte Beratungskompetenz digitalisieren und nutzt dazu einen KI-basierten Einkaufsberater, dem Kunden in natürlicher Sprache Fragen stellen können und dadurch "einen neuen Zugang zum Sortiment" erhalten.

Nach Abschluss einer Testphase in der App soll der Einkaufsberater auch im Webshop zur Verfügung stehen; der externe Launch ist für Montag, 03. März angepeilt. Für die Entwicklung des KI-Tools zeichnet One.O, der "neue zentralen Dienstleister für Technologie- und Strategieberatung in der Otto Group", verantwortlich.

Witt-Gruppe will mehr Sichtbarkeit

Die Witt-Gruppe bedient vor allem eine Zielgruppe über 50 und hat festgestellt, dass gerade in spitzeren Segmenten viele relevante Begriffe in Suchmaschinen ungenutzt bleiben, "da sie nicht explizit in Produkttiteln oder -beschreibungen enthalten sind". Hier möchte Witt Abhilfe schaffen, indem zuerst bestehende Produktdaten und SEO-Datenbanken auf "relevante Suchbegriffe mit hohem Nachfragepotenzial" analysiert werden.

Mithilfe generativer KI entstehen anschließend suchmaschinenoptimierte Produktbeschreibungen, die auf größtmögliche Relevanz und Wirkung ausgerichtet sind. Die Sichtbarkeit von Produkten in Suchmaschinen soll dadurch deutlich erhöht werden, während der Aufwand für menschliche Mitarbeiter sinkt.

Mit der Fashion Creation App will Bonprix das Leben von Produktmanagern erleichtern (Bild: Otto Group)
Mit der Fashion Creation App will Bonprix das Leben von Produktmanagern erleichtern (Bild: Otto Group)

Die Fashion Creation App von Bonprix

…richtet sich in erster Linie an Produktmanager, die durch die Anwendung in der "zeit- und rechercheintensiven Designphase" unterstützt werden sollen. Hier kommt generative KI zum Einsatz, um sowohl Textprompts als auch hochgeladene Bildern oder eigene Skizzen in realistische Designvorschläge zu verwandeln. Die Entwürfe können iterativ weiterbearbeitet werden und "als Grundlage für Briefings oder weitere Diskussion dienen".

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