Klaus Michael Kühne über den Elbtower in Hamburg
Elbtower in Hamburg: Milliardär Kühne sieht drohenden Abriss

| Redaktion 
| 30.03.2025

Die Zukunft des Elbtowers in Hamburg bleibt ungewiss. Milliardär Klaus-Michael Kühne äußert massive Zweifel an der Fertigstellung des Elbtowers in Hamburg. Finanzierungslücke, fehlende Mieter und drohender Abriss: Steht das Prestigeprojekt vor dem Aus? Die Stadt prüft derweil einen möglichen Einzug des Naturkundemuseums.

Milliardär Klaus-Michael Kühne erklärte, seine Holding sei bereit, maximal 100 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Benötigt würden jedoch 400 Millionen Euro, und derzeit gebe es außer ihm nur einen weiteren Investor. Das erklärte der Unternehmer dem Spiegel. Der Elbtower, ursprünglich ein Projekt der insolventen Signa Prime Selection AG von René Benko, sollte nach den Plänen des Stararchitekten David Chipperfield mit über 60 Stockwerken und 245 Metern Höhe das dritthöchste Gebäude Deutschlands werden.

Ende Oktober 2023 stellte das Bauunternehmen Adolf Lupp die Arbeiten bei einer Höhe von 100 Metern ein, da ausstehende Rechnungen nicht beglichen wurden. Derzeit führt der vorläufige Insolvenzverwalter exklusive Verhandlungen mit einem Konsortium um Immobilienunternehmer Dieter Becken über einen möglichen Verkauf. Die Exklusivitätsvereinbarung läuft Ende April aus.

Abriss droht, Naturkundemuseum im Gespräch

"Es kann gut sein, dass der Elbtower eine Ruine bleibt“, sagt Kühne. "In ein, zwei Jahren käme dann die Stadt zum Zuge und würde sie abreißen.“ Um das Projekt zu retten, werden Mieter gesucht. Die Stadt prüft derzeit, ob das geplante Naturkundemuseum der Leibniz-Gemeinschaft in den Elbtower einziehen könnte. Bürgermeister Peter Tschentscher und die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank haben sich bereits offen für diese Option gezeigt, sofern sie wirtschaftlich darstellbar ist. Kühne betonte jedoch, dass der Einzug des Museums noch nicht sicher sei.

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